Exhibition

Elmar Hermann: ABRAKADABRA
13. – 15. Mai 2010

Eröffnung der Ausstellung in Anwesenheit des Künstlers
am 13. Mai von 12.20 – 13.20 Uhr

Bibliotheca Albertina
Beethovenstraße 6
04107 Leipzig

Anlässlich der Konferenz “Beyond the Words” realisiert der Düsseldorfer Künstler Elmar Hermann (*1978 in Neuwied) eine Reihe neuer Arbeiten, die in direkter Beziehung mit dem sprachtheoretischen Umfeld der Ausstellung stehen. Eine große Zahl der Vorträge der Konferenz beschäftigt sich mit dem Stellenwert des Kontextes, den dieser für die Interpretation einer Äußerung hat. So werden Schlussprozesse angenommen, die aus den wahrgenommenen Lauten sinnvolle Mitteilungen zu machen imstande sind. Beim Interpretieren gehen wir über die geäußerten Worte hinaus, um das Gemeinte zu erschließen. Gesprächspartner müssen die Beiträge einer Konversation häufig systematisch anreichern und ermitteln so deren Sinn in einer speziellen Situation.

Verbindender Aspekt vieler Arbeiten von Elmar Hermann ist die Kommunikation, der Austausch von Informationen in Sprache und Kunst. Das grundsätzliche phänomenologische Interesse an Dingen resultiert auch aus dem Sprachwissen-schaftsstudium, das Elmar Hermann parallel zum Kunststudium in Düsseldorf absolviert hat. Seine künstlerischen Werke basieren auf dem Nachspüren einer Verbindung zwischen Information und Material und wie durch die Inszenierung von Dingen neue Information entstehen kann. Häufig kombiniert er bereits existierende Dinge oder befragt in seinen skulpturalen Arrangements ihren kulturellen Status, etwa anhand von Türklinken, die der Philosoph Ludwig Wittgenstein entworfen hat. Ebenso können die Geschichten, denen er nachgeht, als Zeichnungen, Texte oder in öffentlichen Veranstaltungen verarbeitet werden. Als Teil der Künstlergruppe nüans integriert er seine Arbeit auch in enger Interaktion mit anderen in offene und interdisziplinäre Projekte.

In Leipzig werden zwei neue Arbeiten in der Biblioteca Albertina gezeigt. Die Posterserie „LOST“ verbindet einige wiederkehrende Zitate aus der gleichnamigen TV-Serie mit Zeichnungen aus der „Vater und Sohn“-Reihe von E.O. Plauen aus den 1930er Jahren. Das Neonobjekt „akradabra“ ist speziell für die Präsentation in Leipzig produziert worden und bezieht sich sowohl auf klassische Positionen der Konzeptkunst als auch auf die Themenbereiche der Konferenz. In den meisten geläufigen Sprachen vermittelt dieses Wort, dessen ursprüngliche Bedeutung nahezu unbekannt ist, seit Jahrhunderten ein und diesselbe magische Botschaft, die die Welt nachhaltig verändern kann.

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